Die Rotatorenmanschette hält den Oberarmkopf im Gelenk und ermöglicht das Heben und Drehen des Arms. Ein Riss kann nach einem Unfall oder schrittweise durch Verschleiß entstehen. Entscheidend sind Ihre Beschwerden, die Funktion und die Beschaffenheit der Sehne.
Woran kann man es erkennen?
- Schmerzen beim Anheben des Arms oder nachts
- Kraftverlust, besonders nach einem Unfall
- Schwierigkeiten bei Überkopfbewegungen
Wie wird die Ursache geklärt?
Untersuchung von Beweglichkeit und Kraft sowie Ultraschall und bei Bedarf MRT zeigen, welche Sehnen betroffen sind. Rissgröße, Rückzug der Sehne und Muskelqualität helfen bei der Therapieentscheidung. Ein MRT-Befund allein ist noch keine Operationsindikation.
Was hilft ohne Operation?
Bei geeigneten Befunden können angepasste Belastung, gezielte Physiotherapie und eine abgestimmte Schmerzbehandlung die Funktion verbessern. Eine gerissene Sehne wächst dadurch meist nicht wieder am Knochen an. Beschwerdeverlauf und Kraft werden kontrolliert.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei einem frischen unfallbedingten Riss, relevantem Kraftverlust oder anhaltenden Beschwerden kann eine arthroskopische Sehnennaht sinnvoll sein. Die Sehne wird mit Fadenankern am Knochen befestigt. Nicht jeder Riss lässt sich vollständig rekonstruieren; bei großen Defekten kommen ausgewählte Teilrekonstruktionen, Sehnentransfers oder eine inverse Prothese infrage.
Was bedeutet das für die Zeit danach?
Eine genähte Sehne braucht Schutz und Zeit zur Einheilung. Häufig sind 4–6 Wochen mit Schlinge oder Abduktionskissen vorgesehen. Der Aufbau von Kraft erfolgt erst später und nach Freigabe. Eine wesentliche Funktionsverbesserung entwickelt sich über mehrere Monate.
Passende Nachbehandlung ansehenMedizinische Orientierung: Schulthess Klinik · DGOU/AWMF. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.